Gesundheit und Pflege

Die Ausbildung im Bereich Gesundheit und Pflege richtet sich an junge Menschen, die gerne mit Menschen umgehen, sie betreuen und pflegen möchten. Aber auch diejenigen, die eine berufliche Grundbildung für einen Beruf im pflegerischen Bereich oder therapeutischen Bereich erhalten möchten, sind hier richtig.

Berufliches Gymnasium – Schwerpunkt: Gesundheit, Pflege

Phasen der Ausbildung

In der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) haben Sie die Gelegenheit, unsere Arbeitsweise kennen zu lernen und ggf. auch Wissenslücken zu schließen.

Zu den allgemein bildenden Fächern treten die Profilfächer Gesundheit/Pflege, Betriebs- und Volkswirtschaft, Informationsverarbeitung und das Fach Praxis. Im zweiten Halbjahr der Einführungsphase wählen Sie auch Ihre fünf Prüfungsfächer für das Abitur. Die anschließende zweijährige Qualifikationsphase ist nicht in Schuljahre, sondern in vier Semester unterteilt. Der Unterricht erfolgt in Kursen, die jeweils ein Semester umfassen.Die Qualifikationsphase endet nach vier Semestern mit der Abiturprüfung.

Inhalte

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit/Pflege bietet eine berufsbezogene Schwerpunktbildung mit dem Profilfach Gesundheit/Pflege, welches gekennzeichnet ist durch medizinische und pflegewissenschaftliche Themen wie z. B. Prävention, Therapie, Pflege und Rehabilitation, Anatomie und Physiologie, Institutionen und Strukturen des Gesundheitswesens.

Abschluss

Mit dem erfolgreichen Besuch des Beruflichen Gymnasiums wird die allgemeine Hochschulreife erworben.

Zweijährige Berufsfachschule Pflegeassistenz

Pflegeassistenten/innen sind fachlich qualifizierte Assistenzkräfte für die beruflichen Bereiche Betreuung, Pflege und Versorgung von Menschen aller Altersstufen mit gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen. Diese Schulform bereitet Jugendliche, die in eine Ausbildung zum/zur Pflegefachfrau/Pflegefachmann oder Heilerziehungspfleger/in eintreten wollen, auf ihr zukünftiges Arbeitsfeld vor. In einigen Ausbildungsberufen kann der Besuch dieser Berufsfachschule als 1. Ausbildungsjahr anerkannt werden.

Abschluss: Staatlich geprüfte Pflegeassistentin/staatlich geprüfter Pflegeassistent, Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) bzw. der erweiterte Sekundarabschluss I.

Pflegefachassistenz (neu ab 2027)

Pflegefachassistenten/-innen sind qualifizierte Assistenzkräfte, die Pflegefachpersonen bei der Betreuung, Pflege und Versorgung von Menschen aller Altersstufen unterstützen. Sie übernehmen eigenständig pflegerische Maßnahmen in weniger komplexen Pflegesituationen und wirken bei der Pflege von Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf mit. Die Ausbildung vermittelt die notwendigen fachlichen und praktischen Kompetenzen für die Arbeit in der stationären Akutpflege, der ambulanten Pflege sowie der stationären Langzeitpflege.

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz ist generalistisch ausgerichtet und bietet einen Einstieg in das Berufsfeld Pflege. Sie bereitet die Auszubildenden auf die vielfältigen Aufgaben in der Pflege vor und eröffnet ihnen die Möglichkeit, anschließend eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann aufzunehmen. Die neue, bundesweit einheitliche Ausbildung löst die bisherigen landesrechtlich geregelten Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildungen ab.

Abschluss: Pflegefachassistentin/Pflegefachassistent. Die Ausbildung dauert in der Regel 18 Monate in Vollzeit, wird vergütet und kann unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt oder in Teilzeit absolviert werden. Voraussetzung ist grundsätzlich ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss.

Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 2

In dieser Schulform können Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss erwerben. Danach könnte man eine Ausbildung in der Landwirtschaft, der Bäckerei, der Gastronomie, der Hauswirtschaft oder der Sozialpflege beginnen. Während des Schuljahres finden ausführliche Beratungsgespräche zur Berufsfindung statt. Außerdem steht eine Sozialpädagogin für persönliche Gespräche zur Verfügung. Neben den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch findet ein berufsbezogener Unterricht statt. Im theoretischen und praktischen Fachunterricht werden erste Einblicke in den möglichen späteren Ausbildungsberufen vermittelt. Das Schuljahr ist in vier Qualifizierungsbausteine unterteilt, die einzeln benotet werden. Darüber hinaus sind zwei 14-tägige Betriebspraktika zu absolvieren. Am Ende des Schuljahres findet eine Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik statt.

Aufnahmevoraussetzung:

– Abgang aus der Abschlussklasse der Allgemeinbildenden Schule ohne oder mit knapp erreichtem Hauptschulabschluss   oder

– ein guter Förderschulabschluss oder

– Abschluss der Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1

 Abschlüsse:

Hauptschulabschluss

Bei entsprechenden Leistungen ist die Aufnahme in eine Berufsfachschule möglich.

Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1

Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 Ernährung und Sozialpflege ist interessant für Jugendliche der Förderschulen, der Hauptschulen Klasse 8.
Diesen Schülern wird der Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Die SchülerInnen werden während des gesamten Schuljahres sozialpädagogisch betreut.
Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 ist eine Vollzeit-Schulform mit sehr hohem Praxisanteil. Es kann die Chance für den Eintritt in eine Ausbildung oder für den Besuch einer weiteren Schulform an den Berufsbildenden Schulen sein.
Während des Schuljahres machen die SchülerInnen ein zweiwöchiges Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl.

Aufnahmevoraussetzung: Förderschule mit und ohne Abschluss, Hauptschule Klasse 8 und darunter.

Abschlüsse: Die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 Ernährung/Sozialpflege vermittelt keinen Abschluss. Falls die Schüler keine Ausbildung anstreben, haben sie mit der Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 1 die Schulpflicht absolviert. Bei einem entsprechenden Notendurchschnitt ist die Durchlässigkeit in die Berufseinstiegsschule (BES) Klasse 2 gewährleistet, in der sie dann den Hauptschulabschluss erreichen können.